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- Verdienste um die Menschlichkeit
- ZYKLON über CAP ROUGE
- „Zum Tod lachen“
- Manon mit Anna Netrebko
- Mein Kampf
- Jüdisches Filmfestival
- Hauptgeschäftsführer von Misereor zu Besuch im Klub
- Benefiz-Langlauf
- Payback-Festival 2010
- Otto Tausig erhielt Nestroy-Preis
- Hotel zur großen Hoffnung
- Haiti
- Es war ein gutes Klubjahr!

Verdienste um die Menschlichkeit
Gerhard Dorffner, der Gründer und langjährige Leiter des Entwicklungshilfeklubs, hat das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich erhalten.
Am 17. Februar 2004 wurde in den Räumen des Wiener Rathauses ein Mann geehrt, dessen Leben seit mehr als dreißig Jahren darin besteht, Entwicklungshilfe für Menschen in Österreich zugänglich und erfahrbar zu machen.
Gerne nehmen wir diese Würdigung zum Anlass, Ihnen den Gründer des Entwicklungshilfeklubs ein wenig näher zu bringen. Gerhard Dorffner wurde am 24. Juli 1937 in Wien geboren. 1962 führte der Weg des 25-jährigen in den Senegal.
Der damalige Präsident der Caritas, Prälat Ungar, schenkte dem jungen Mann Vertrauen und übertrug ihm den Aufbau eines Projekts für Leprakranke.
Während seiner neunjährigen „Lehrzeit in Afrika“, wie er den Einsatz im Senegal und die darauf folgenden in Togo und im Kongo selbst bezeichnet, drängte sich ihm eine besondere Aufgabe auf: Menschen, die ihr Leben lang nicht gehört werden, eine Stimme zu geben.
Es sollte dies zu seiner Lebensaufgabe werden, die ihn bis heute erfüllt.
Nach seiner Rückkehr nach Europa begann er nach Idealisten Ausschau zu halten, denen, wie ihm, das Wort „Entwicklungshilfe“ mehr bedeutet als einfach für die Armen zu sammeln. Lösungen sollten aufgezeigt, Perspektiven eröffnet und ihre praktische Umsetzung ermöglicht werden. Es war ein neuer Weg, auf den sich Gerhard Dorffner gemeinsam mit einigen Freunden begab. Ohne finanzielle Ressourcen, aber mit klaren Vorstellungen und großem Engagement wurde 1973 der Entwicklungshilfeklub als privater, unabhängiger und gemeinnütziger Verein gegründet. Die Grundidee, Projekte konkret zu definieren und in Mikros (Projektbausteine) zu unterteilen, ist bis heute erfolgreich.
1976 bekommt der Entwicklungshilfeklub ein eigenes Zuhause. Das „Klubbüro“ übersiedelt vom Wohnzimmer Gerhard Dorffners in die nahe gelegenen günstigen Souterrain-Räume einer ehemaligen Wäscherei in der Böcklinstraße im 2. Wiener Bezirk.
Zusammengetragene Büromöbel, eine elektrische Schreibmaschine, eine Kaffeemaschine, bald darauf ein Telefonanschluss geben dem Klub schnell seine eigene Atmosphäre. „Der Keller in Wien“, in dem auch samstags, sonntags und feiertags Besprechungen stattfinden, Besucher und Interessierte vorbeikommen können, ist für viele Projektpartner die erste Anlaufstelle in Wien.
Gerhard Dorffner hat seine Talente und Fähigkeiten ganz in den Dienst von benachteiligten Menschen in Entwicklungsländern gestellt. Nicht selten weit über seine Kräfte hinaus.
Der von ihm ausgehende Impuls war und ist mehr als bloße Überzeugung. Es ist eine Lebenshaltung, die ansteckend wirkt: jeder von uns kann etwas tun, damit die Welt nicht bleibt wie sie ist.
So hat er etwas wohl Einmaliges in Österreich geschaffen: einen Ort der Begegnung für Menschen, die auf der Suche nach einer Möglichkeit und Gelegenheit sind, sich für eine bessere Welt zu engagieren.
Gerhard Dorffner hat das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich auch für all jene entgegengenommen, die mithelfen, die Idee des Klubs zu verwirklichen: Menschen in den Einsatzgebieten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klubs und Engagierte in Österreich, die bereit sind, sich an den Projekten finanziell zu beteiligen.
Wir freuen uns, dass wir auch Sie dazu zählen dürfen.






