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Gruppe

„Gemeinsam ist es leichter.“ Diese Erfahrung ist natürlich auch im Engagement für eine bessere Welt spürbar. Gemeinsam mit anderen Ideen verwirklichen, damit Menschen in Not geholfen werden kann, verbindet, macht Spaß und bewirkt so vieles. Wir unterstützen Gruppen mit der notwendigen „Infrastruktur“ zu Projekten wie Fotos, Projektinformationen, individuell gestaltete Materialien, power point präsentationen etc. Aktionen von Gruppen werden auch auf der Österreichseite unserer viertljährlich erscheinenden Zeitung
„Unser Projekt"vorgestellt.

Eine Auswahl von Gruppen, die seit Jahren mit uns zusammen arbeiten:





Bild zu 'Teilen – und Dörfer bauen für Indien'

zum Seitenanfang  Teilen – und Dörfer bauen für Indien

Gastkommentar in der Raiffeisenzeitung Nr. 3, 16. 01. 1997

Robert Wychera hat mit seinem Freundeskreis im Rahmen der Aktion „Dörfer für Indien“ bereits (die Finanzierung für) den Bau von 20 Dörfern in Indien ermöglichen können.

„Wieder einmal haben wir die ‚stillste Zeit im Jahr’ gefeiert, vielleicht etwas zu lautstark, Einkaufsrummel und Umtauschstress sind überstanden. Mehr als 1,4 Milliarden Euro betrug der Weihnachtsumsatz ... haben wir auch unseren Überfluss auch ausreichend und standesgemäß vermehrt? Die Advent- und Christkindlmärkte ... sind abgebaut und nach dem ‚Jahr des Herrn’ hat nun auch das Wirtschaftsjahr seinen Anfang genommen.Haben wir bei allem Feiern und Rück- und Ausschauhalten auch bedacht, dass viele Schieflagen in der Welt durch unser eigenes Verhalten oder unsere Unterlassungen mitgetragen werden? Ich möchte aus Platzgründen ‚nur’ eine, nämlich die der Armut in der Welt herausgreifen. Bekanntlich leben über 50 Prozent der Erdbevölkerung in Armut, 20 Prozent in extremer Armut. Rund 250 Millionen Kinder in der sogenannten ‚Dritten Welt’ müssen arbeiten, sie werden um ihre Kindheit geprellt, um ihre Ausbildungschancen gebracht. In unseren Familien ist es üblicherweise selbstverständlich, dass untereinander geteilt wird, dass jeder um die Entwicklung des anderen Familienmitgliedes besorgt ist. Und auch in unseren Kreisen setzt sich normalerweise nicht der Vater vor die volle Schüssel, die womöglich mit Spezialitäten gefüllt ist, und lässt sein Kind, seinen Nächsten daneben zuschauen und darben. Was in der Familie selbstverständlich ist, sollte doch wohl auch für die Weltgemeinschaft gelten.

Derzeit konsumieren 20 Prozent der Weltbevölkerung 80 Prozent der Weltressourcen wie Nahrungsmittel, Rohstoffe, Energie, Umwelt, Bildung etc. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit! Oft hört man, dass die Probleme in den Entwicklungsländern eigenverschuldet seien, durch hohe Geburtenraten und korrupte Regimes. Als ob der arme Taglöhner Schuld am Regime seines Landes hätte und der Kleinbauer für das jahrhundertealte System der Altersversorgung durch viele Kinder verantwortlich zu machen wäre, während ausreichende Bildung die Therapie gegen derartige Missstände wäre.
Wir selbst sind Mitverursacher und daher Mitverantworter der Armutssituation in der ‚Dritten Welt’: Gerechtigkeitssinn, humanitäres Gewissen, die Botschaft Christi verpflichten uns daher, am Abbau dieses sozialen Unrechts auf der Welt mitzuwirken: etwa durch Privatinitiative und zielgenaue ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ den Armen etwas von unserem Wohlstand zurückzugeben.

Neben den staatlichen Entwicklungshilfeprogrammen, deren Effizienz bisweilen fragwürdig und deren Volumen nahezu beschämend ist – die von der UNO angepeilte Größenordnung wird von Österreich nicht einmal zu 50 Prozent erreicht – gibt es zahlreiche private Entwicklungshilfe-Aktivitäten. Viele leisten hervorragende Arbeit, manche aber sind idealistisch gut gemeint, jedoch bisweilen nicht zielführend, einige leider dubios bis betrügerisch.
Ich hatte das Glück, vor Jahren den Entwicklungshilfeklub in Wien kennenzulernen. Dieser private und gemeinnützige Verein bemüht sich, durch Informationsarbeit in Österreich auf die Probleme in der ‚Dritten Welt’ und auf unsere Mitverantwortung aufmerksam zu machen; er stellt konkrete Projekte vor, die eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Armen ermöglichen und bringt die finanziellen Mittel hiefür auf. Die zweckgebundenen Spendengelder fließen zu 100 Prozent in das jeweilige Projekt. Durch überwiegend ehrenamtliche Mitarbeiter werden die Verwaltungskosten niedrigst gehalten und durch Klub- und Mitgliedsbeiträge separat gedeckt.
Eine der bedeutendsten Projektpartnerschaften des Entwicklungshilfeklubs besteht seit Jahren mit der indischen Dorferneuerungsbewegung VRO (Village Reconstruction Organisation), die eine Stärkung der geistigen und materiellen Dorfstruktur letztlich durch den Bau fester Häuser zum Ziel hat.
Dörfer bauen bedeutet somit nicht nur das Errichten fester Eigenheime, sondern darüber hinaus die Menschen zur Entfaltung einer lebendigen und lebensfähigen Gemeinschaft zu führen. Dorfbau bedeutet daher auch: Kindergärten (balwadis), Gesundheitszentren, Kinderbefreiungsprogramme, Ausbildung von Dorfhandwerkern, alternative Techniken, Aufforstung und vieles mehr. Nur durch umfassende Strukturverbesserungsprogramme in Gesundheits- und Handwerksausbildung, in vielseitiger Schulung nicht nur für die Kinder, sondern für alle Dorfbewohner, kann eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation erreicht werden. Dadurch wird der Landflucht und dem Abwandern in die trostlosen Slums der Großstädte wirksam vorgebeugt.

Mit nur etwa 1.020,- Euro kann einer indischen Familie geholfen werden, sich ihr festes Heim zu bauen. Eine der Möglichkeiten, das ‚Fest des Teilens’ fortzusetzen!“

„Schon wieder, schreien die Demographen auf, das Land ist sowieso schon überbevölkert ... Aber das Baby ist nun einmal da. Vielleicht nur für einige Monate. Vielleicht auch für viele Jahre. Es wird seinen Platz suchen, in seinem Dorf, in seinem Land, ein wenig auch in unseren Herzen – als Mensch, der zur gleichen Zeit wie wir unsere Erde bewohnt.“

Weitere Informationen zu Robert Wycheras Engagement




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